Die Anforderungen an die von der Bergbauindustrie zu liefernden Produkte und Dienstleistungen ändern sich nach Art und Umfang im gleichen rasanten Tempo, mit dem die gesellschaftliche und technologische Entwicklung voranschreitet. Als beispielsweise im 16. Jahrhundert Bergleute im Erzgebirge auf der Suche nach Silber ein den Silbererzen ähnliches Mineral fanden, aus dem sich aber trotz aller Versuche kein Silber ausschmelzen ließ, gaben sie ihm den Namen Pechblende und warfen es auf die Halde. Mitte des 20. Jahrhunderts löste dieses Mineral, nun unter dem Namen Uraninit, eine beispiellose Bergbauaktivität aus, um mit dem darin enthaltenen Uran kerntechnische Anlagen und Waffen bestücken zu können. Ein halbes Jahrhundert später galt es dann, die vom Uranbergbau hinterlassenen Altlasten in einer ebenso beispiellosen Kraftanstrengung wieder zu sanieren. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir nun vor der Herausforderung, die Endlagerung der anfallenden radioaktiven Abfallstoffe zu bewältigen.

So wie sich die technischen und politischen Rahmenbedingungen rasant und stetig ändern, müssen die im Bergbau Tätigen diesen Entwicklungen beharrlich mit innovativen Technologien begegnen. Dabei hat sich jedoch das klassische Aufgabenspektrum der Bergleute seit Jahrhunderten kaum verändert: Durch Schächte und Strecken werden Lagerstätten erschlossen, diese Grubenbaue sind während der Betriebszeit zu unterhalten und nach Ende der Nutzung sicher zu verwahren.

Schachtbau Nordhausen ist es seit Gründung durch Louis Gebhardt im Jahr 1898 immer wieder gelungen, sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen und gleichzeitig das Wissen und die Fertigkeiten aus einer mehr als 100-jährigen Bergbauerfahrung zu bewahren. So ist das Unternehmen auch zukünftig in der Lage, seinen Kunden das volle Spektrum bergbaulicher Dienstleistungen anzubieten, welches für die Herstellung, Unterhaltung und Verwahrung untertägiger Hohlräume unverzichtbar ist.

 

 

Teufe und Neuauffahrung

Die Schaffung einer Zugangsmöglichkeit zur entsprechenden geologischen Formation ist Grundvoraussetzung einer jeden bergmännischen Tätigkeit. In Abwägung aller Einflussfaktoren erfolgt solch ein Zugang durch das Teufen eines Schachtes oder aber die Auffahrung söhliger Strecken. Für das Lösen des Gebirges stehen dabei verschiedene Verfahren zur Verfügung.

Harter Fels wird meist durch Bohren und Sprengen gelöst, während bei weicheren Gesteinen maschinelle Vortriebstechniken bevorzugt werden. Für die notwendige temporäre wie dauerhafte Sicherung der entstandenen Hohlraumlaibungen steht eine breite Palette von Verfahren und Sicherungsmitteln zur Verfügung, aus der die jeweils optimale Variante ausgewählt werden kann.

So werden auch komplizierte und häufig wechselnde geologische Bedingungen sicher beherrscht. Unseren Kunden steht bei einer Zusammenarbeit mit Schachtbau Nordhausen die komplette Bandbreite an Spezialisten, Ausrüstungen und Verfahren zur Verfügung, die zur Herstellung und Sicherung untertägiger Grubenbaue benötigt wird.

 

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Instandsetzung

Für Eigentümer und Nutzer untertägiger Anlagen hat die werterhaltende und nutzungszeitverlängernde Wartung ihrer Infrastruktur die gleiche Bedeutung wie die Investition in neue Anlagen. Es ist naheliegend, die überwiegend unter bergrechtlicher Aufsicht stehenden Anlagen durch die gleichen Fachleute warten und instandsetzen zu lassen, die sie auch hergestellt haben. Unsere Mitarbeiter sind es dabei gewohnt, kurzfristig mit ungewöhnlichen Aufgabenstellungen und mitunter schwierigsten Zugangsverhältnissen konfrontiert zu werden.

Sicherungsarbeiten mit Spritzbeton und Ankern aber auch Stahl- und Holzausbau werden ebenso ausgeführt wie Abdichtungsarbeiten in Schächten durch diverse Injektionsverfahren. Ermöglichen die vor Ort angetroffenen Verhältnisse kein sicheres Arbeiten, werden zunächst die erforderlichen Beleuchtungs-, Bewetterungs- und bergmännischen Sicherungsarbeiten ausgeführt.

Bei Reparaturarbeiten an betriebskritischen Anlagen ist es für unsere Kunden vielmals von größter Bedeutung, den laufenden Produktionsbetrieb nicht oder nicht wesentlich durch die Arbeiten zu behindern. Auch dies ist für die Organisation unserer Projekte eher die Regel denn die Ausnahme.

 

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Verwahrung

Werden untertägige Anlagen nicht mehr benötigt, so sind sie in der Regel unter bergrechtlicher Aufsicht zu verwahren. Analog zur Herstellung sind auch bei der Verwahrung meist angepasste Einzellösungen für die speziellen örtlichen und geologischen Randbedingungen notwendig.

Die Spannweite der möglichen Varianten reicht dabei vom einfachen Verfüllen mit Lockermassen bis hin zu hochkomplexen Verschlussbauwerken. Die Auswahl der optimalen Lösung richtet sich dabei nach dem Verwahrungsziel. Die sowohl für Strecken- als auch für Schachtverschlüsse zu reali-sierenden Bauwerke werden bei Erfordernis als mehrgliedrige gas- oder wasserdichte, bis 110bar drucksichere Systeme ausgeführt.

Oberflächennaher, oftmals nicht risskundlicher Altbergbau ist häufig Ursache der in ehemaligen Bergrevieren auftretenden Tagesbrüche. Diese können mitunter eine akute Gefährdung der öffentlichen Sicherheit darstellen. Da die Tagesbrüche in der Regel nicht vorhersagbar sind, ist bei ihrem Auftreten schnelles und fachkompetentes Handeln gefragt. Auch dafür steht Schachtbau Nordhausen.

 

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Technisches Büro

Das Technische Büro führt Planungsleistungen für den Geschäftsbereich Bergbau sowie extern für private und öffentliche Auftraggeber aus. Typische Aufgabenstellungen sind alle Planungsphasen über die Vorplanung bis zur Ausführungsplanung und Bauüberwachung für die Herstellung und Sicherung vertikaler und horizontaler Grubenbaue bzw. Hohlräume für den Verkehrswege- und Infrastrukturbau sowie deren Instandsetzung und Verwahrung. Dies beinhaltet auch die dazu erforderlichen statischen Berechnungen. In Fragen des Altbergbaus führen wir für unsere Kunden Erkundungen, Sachstandanzeigen, bergschadenkundliche Analysen und Sanierungsplanungen aus.

 

Parallel zum bergbauspezifischen Tätigkeitsspektrum werden im Technischen Büro auch Projekte des Hoch- und Tiefbaus realisiert, sowie Bestandsaufnahmen und Sanierungsplanungen an historischen und denkmalgeschützten Bauwerken ausgeführt. Durch die enge Zusammenarbeit der mit Planung und Ausführung betrauten Mitarbeiter des Bereiches Bergbau, ist die typisch bergmännische Arbeitsweise, stets nach optimalen, den örtlichen Bedingungen angepassten Einzellösungen zu suchen, selbstverständlich auch zur generellen Arbeitsweise der Planungs-ingenieure geworden.

 

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Erlaubnisinhaber für den Umgang mit Sprengstoff SprengG, nach § 7 
   
Sprengerlaubnisschein Inhaber nach § 20 des Sprengstoffgesetzes      SprengG, nach § 20 SprengG, nach § 20
   
Mitarbeiter mit Zuverlässigkeitsüberprüfung nach Atomgesetz § 12b  AtG, Kategorie 3
   
Strahlenschutzbeauftragte StrlSchV
   
Strahlenschutzfachkundige, Fachkundegruppe S 2.2 und S 7.2  
   
Verantwortliche Personen für Schächte und Schachtförderanlagen        BBergG/ABBergV
   
Fachkundige Aufsichtsperson für Schachtförderanlagen mechanischer Teil  
   
Fachkundige Aufsichtsperson für Schachtförderanlagen elektrischer Teil  
   
Schweißprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606-1 und DIN EN ISO 14732

111 - Lichtbogenhandschweißen
114 - Lichtbogenhandschweißen mit Fülldrahtelektrode (MF)
121 - Unterpulverschweißen mit UP-Draht
135 - MAG-Schweißen
136 - MAG-Schweißen mit Fülldrahtelektrode (MF)
783 - Hubzündungsbolzenschweißen
141 - WIG
   
Weiterbildungen im Beton- und Baubereich   

Betonpraxislehrgang (DIN 1045)   
Inhaber E-Schein   
SIVV - Schein, Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verstärken
   
Spezielle Qualifikationen   

Düsenführer mit Düsenführerschein Naßspritzverfahren   
Düsenführer mit Düsenführerschein Trockenspritzverfahren   
Schaltberechtigung - für elektrotechnische Anlagen Stufe II

 

 

Dipl.-Berging. Michael Seifert
Geschäftsführer
Telefon: 03631 632-200
E-Mail:  michael.seifert@schachtbau.de

 

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Dipl.-Ing. Ralph Haase
Leiter Geschäftsentwicklung Mining
Telefon: 03631 632-532
E-Mail:  ralph.haase@schachtbau.de

 

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Dipl.-Ing. Robert Franz
Leiter Geschäftsentwicklung Water
Telefon: 03631 632-497
E-Mail:  robert.franz@schachtbau.de

 

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Dipl.-Ing. Thoralf Wilke
Leiter Geschäftsentwicklung Maschinen & Service
Telefon: 03631 632-341
E-Mail:   thoralf.wilke@schachtbau.de

 

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Dipl.-Ing. Danny Bodenstab
Abteilungsleiter Projekte Bergbau
Telefon:  03631 632-505
E-Mail:   danny.bodenstab@schachtbau.de